Nahezu psychofrei

Schönes Erlebnis auf der Post: Eine Frau sagt abfällig: „Hier laufen echt nur Psychos rum. Kiel ist so scheiße, das ist echt nicht meine Stadt“. Ganz unrecht hat sie ja nicht, denke ich, aber wo kommt sie wohl her, wo es offenbar KEINE oder DEUTLICH WENIGER MUTANTEN gibt? Also sprech ich sie an: „Aus welchem paradiesischen, psycho-freien Ort stammen Sie denn?“ Und sie (nach einem kritisch-abschätzenden Blick): „AUS NEUMÜNSTER!“
Nahezu psychofrei (da kann man sich aber sicher drüber streiten) dann jedenfalls abends die Meierei. Hautgesprächsthema ist natürlich das Ultimatum der Stadt, welches so ziemlich alle auf die Palme gebracht hat.
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jedenfalls 200% Punkrock

Dieses Konzert schien zunächst unter einem schlechten Stern zu stehen. Erst die Gerüchte, dass es gar nicht stattfinden würde, dann der Schock für die Konzertgruppe zwei Tage vorm Konz: PA-Macker Möhre vom 4K-Verleih musste seine Teilnahme als Mischer leider absagen, die PA könne er zwar stellen, das Teil müsse aber aus HH geholt werden. Benny also in einer Nacht- und Nebelaktion nach HH und zurück nach Kiel, wo sich herausstellte, dass Teile der Anlage defekt waren, andere gar fehlten. Kurzerhand hatte man die Drecksäcke Kocky und Ulf Nagel rangeholt, die mit magischen Fingern an der Anlage rumfuchtelten. Ulf stand die Genervtheit augrund der streikenden Technik in die Fratze geschrieben und es galt die Losung: „Sprich den Uller jetzt bloß nich an!“…
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Ganz unplugged war es natürlich nicht.

MDC zum fünften Mal in der Meierei, aber diesmal sollte alles anders sein, denn nicht die ganze Band hatte sich angekündigt, sondern ausschließlich Sänger Dave und Klampfer Ron mit einem speziellen Akustik-Set unter dem schönen Motto UNPLUG AMERICA. Meines Wissens dürfte das die erste Hardcore-Band überhaupt sein, die ihre Songs in akustischen Versionen darbietet. Klar, bei „normalen“ Rockbands ist so was nicht ungewöhnlich, aber Hardcore unplugged? Ein Musikstil, der nicht unwesentlich durch seine Power, Wildheit und Aggression definiert ist? Würde das funktionieren oder würden sich die alten Recken völlig blamieren?
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Hardcore ohne Handbremse

War das ein geiler Abend! Das hatte ich vorher echt nicht erwartet, dass mich erst in der Meierei ein ASTREINES HC-Konz mit Gänsehautfaktor 10 und danach noch eine irrwitzige Freakshow in der Räucherei erwartet. Deshalb hier in zwei Teilen die jeweils in sich abgeschlossenen Aventuren des furchtlosen Reporters für die wagemutigen und aufgeschlossenen Madels und Buben von heute: Sofern Sie über einen nicht hirnzersplitterten Geist verfügen, Lesen Sie hier Teil 1: „HARDCORE OHNE HANDBREMSE!“ (Teil2 auf dremufuestias.de)
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Don’t eat limp bisquits they taste like old rockshit

Ein hartes Punkrock-Wochenende mit wenig Schlaf im Kreuz und einen feucht-kalten Weg mit dem Fahrrad zur Meierei vor mir. Sollte ich meine geschundenen Knochen tatsächlich aufraffen? HELL YEAH, gar keine Frage, haben die The Revolvers doch mit „A Tribute To Cliches“ eins meiner Lieblingspunkrock-Scheibchen 2002 rausgehauen!
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„But the cops?“ – „Fuck the cops!“

War es nun mutig oder dummdreist, trotz der momentan heiklen Situation ein Konzert in der Meierei durchzuziehen? Schließlich ist die Ansage der Stadt unmissverständlich: Kündigung bei weiteren Konzerten. Aber soll man sich dem einfach beugen? Die Konzertgruppe entschied sich für den Kompromiss, dieses Konzert zwischen 18.00 und 22.00 Uhr stattfinden zu lassen, tatsächlich ging es dann sogar nur von 18.30 bis 20.30 Uhr! Yep, ihr lest richtig: Um halb fucking neun war der Spuk schon wieder vorbei, ein wirklich völlig seltsames Gefühl. Trotzdem waren bereits um 20.00 Uhr vier Ordnungshüter in voller Montur vor der Meierei! Mal sehen, ob die Stadtoberen jetzt kühlen Kopf bewahren und nicht wegen dieser zwei Stündchen am Rad drehen…
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