Selbstdarstellung

meierei2Der Ursprung der Meierei liegt im Jahr 1983. Damals ließ die Stadt mehrere besetzte Häuser am Sophienblatt in Kiel räumen und stellte den HausbesetzterInnen mehrere legale Ausweichprojekte zur Verfügung. Übrig geblieben ist heute nur noch die Alte Meierei.

Heute sehen wir die Meierei als ein politisches Kommunikations- und Kulturzentrum. In ihr ist ein Wohnprojekt angesiedelt, außerdem gibt es Raum für nicht kommerzielle Konzerte, Theater und andere Veranstaltungen. Bands haben die Möglichkeit zu proben, es gibt Werkstätten, politische Treffen und es finden regelmäßig Café und VoKü statt.

meierei1Die Räume der Meierei werden selbstorganisiert verwaltet. Das bedeutet für uns, dass sich alle (Einzelpersonen und Gruppen) die in der Meiereistruktur mitarbeiten, für das was hier gemacht wird, gemacht werden soll oder auch nicht geschehen sollte, verantwortlich fühlen. Unser Anspruch hierbei ist ein nicht hierarchischer Umgang miteinander. Selbstorganisierung bedeutet für uns möglichst unabhängig von staatlichen Strukturen zu sein, deshalb lehnen wir Fördergelder ab, und arbeiten nicht mit Parteien zusammen. Die Gelder, die bei den Veranstaltungen reinkommen, dienen ausschließlich dazu, die dadurch entstandenen Unkosten zu decken.
Seit Abschluß des Nutzungsvertrages 1983, der eine kulturelle Nutzung ausdrücklich einschließt, wird die Halle für öffentliche Veranstaltungen genutzt.
2005/2006 war der Veranstaltungsbetrieb der Alten Meierei durch ein Veranstaltungsverbot der schwarz-grünen Stadtregierung fast ein Jahr lang eingestellt. Durch die Offensive „Let there be Rock!“ schafften es die NutzerInnen aber, die Stadt soweit unter Druck zu setzen, dass der Wiedereröffnung trotz noch bestehenden Verbots nichts entgegengesetzt wurde. Das Veranstaltungsverbot ist im Juni 2006 immernoch nicht aufgehoben. Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Konflikt weiter entwickeln wird.