Uhrzeit: 19:00 Uhr
Kategorie:
Der Spanische Bürgerkrieg gilt als Vorgefecht des 2. Weltkriegs und ist ein bedeutender Bezugspunkt jedweder linker Geschichtsschreibung. Er hat seine Wurzeln in der spanischen Gesellschaft des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und findet sein bitteres Ende im März 1939 mit dem Einmarsch der Truppen Francos in Madrid.
Nach dem gescheiterten Putsch vom 18.-20. Juli 1936 konnte Franco infolge der massiven Intervention der faschistischen Regimes Italiens und Deutschlands eine grundlegende Veränderung des Kräfteverhältnisses zu seinen Gunsten erreichen. Ende 1936 konnte die Republik dank der Militärhilfe aus der Sowjetunion und dem Eingreifen der internationalen Brigaden noch die Angriffe Francos auf Madrid erfolgreich abwehren. In der Folgezeit gelang es aber den Truppen Francos, die Republik trotz heroischen Widerstands in einem verlustreichen Zermürbungskrieg niederzuringen.
Der Putsch der Generäle hatte genau das ausgelöst, was er eigentlich verhindern wollte: die soziale Revolution. Der im Sommer 1936 hauptsächlich von anarchistischen Kräften betriebene Versuch einer grundsätzlichen Umwälzung der kapitalistischen Wirtschaft mit dem Ziel der Selbstverwaltung von Wirtschaft und Gesellschaft durch die städtische und ländliche Arbeiter*innenschaft kann zu Recht als einer der bedeutendsten Emanzipationsversuche der Geschichte bezeichnet werden.
Von Anfang an bestanden im republikanischen Lager Konflikte zwischen den Kräften, die eine soziale Revolution wollten, und den gemäßigten Kräften in der Volksfront, die nur eine bürgerlich-kapitalistische Republik anstrebten.
Paul Michel hat zum 90. Jahrestags des Beginns der Revolution eine kleine Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs im Neuen ISP-Verlag vorgelegt. Mit ihm möchten wir uns im Antifa-Café diesem bis heute ausstrahlenden Kapitel revolutionärer und antifaschistischer Geschichte widmen.
Natürlich wird es wie immer auch einen reich gedeckten Materialientisch vom Stadtteilladen Anni Wadle, einen Info-Block, kühle Getränke und vegane Snacks geben. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Schleswig-Holstein stat.
